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Blade-Server

Blade-Server sind doch nur etwas für große Konzerne! Diese Meinung war bis vor einiger Zeit noch des Öfteren zu hören. Mittlerweile erkennen auch die IT-Verantwortlichen in mittelständischen Unternehmen die Vorzüge, die dieser Formfaktor bei Serversystemen bietet. Dazu zählen unter anderem ein geringerer Platzbedarf, niedrigere Energiekosten und eine einfachere Verwaltung.

Blade Funktionsprinzip

Das Funktionsprinzip: Blades werden in die vorgesehenen Steckplätze eines Gehäuses ("Blade Enclosure") geschoben und dort automatisch über spezielle Konnektoren mit der so genannten Backplane verbunden. Diese enthält die notwendigen Steckverbindungen. Die Bauweise sorgt somit nicht nur für eine hohe Server-Dichte im Rack, sondern auch für eine sehr einfache Installation: Administratoren können zusätzliche Blade-Server einfach in die freien Steckplätze des Gehäuses einschieben - ohne sich um die Verkabelung kümmern zu müssen. Ein weiterer Vorteil: Auch Kabelausfälle - bei herkömmlichen Servern eine häufige Fehlerursache - werden so vermieden.

HP BladeSystem - Frontansicht

Viele Blade-basierte Lösungen sind für eine hohe Verfügbarkeit konzipiert. So sorgen etwa beim HP BladeSystem mehrfach redundant ausgelegte Komponenten, zum Beispiel redundante Netzwerk-Anschlüsse, Datenpfade in der Backplane, lokale Festplatten (im RAID) und Lüfter für einen möglichst unterbrechungsfreien Betrieb. Auch die Stromversorgung ist sowohl im Blade Enclosure als auch in jedem Rack redundant ausgelegt. Ferner werden die Ausfallzeiten durch Wartungsarbeiten kürzer oder entfallen ganz, da sich viele Blade-Server im laufenden Betrieb einfügen oder austauschen lassen.

HP BladeSystem - Rückansicht

Da jeweils mehrere Blades auf gemeinsame Systeme für die Energieversorgung zugreifen, sind wesentlich weniger Netzteile notwendig. Dies sorgt nicht nur aufgrund der geringeren Anzahl von Komponenten für niedrigere Kosten, sondern durch die höhere Energieeffizienz auch für einen reduzierten Stromverbrauch und weniger Abwärme im Vergleich zu herkömmlichen Servern. Hieraus resultieren zudem geringere Anforderungen an die Klimatisierung des Server-Raums. Unternehmen profitieren so nicht nur vom geringeren Platzbedarf der Blade-Server: Auch bei steigender Rechenleistung muss in der Regel weder der Server-Raum vergrößert noch die bestehende Klimaanlage weiter ausgebaut werden. Zudem lassen sich die Speicher-, Netzwerk- und Stromversorgungskomponenten in einem einzigen Pool verwalten und auch virtualisieren.

Die Virtualisierung beschränkt sich dabei aber nicht nur auf Speicherkapazitäten oder die Energieversorgung. Auch die Rechenleistung der Blade-Server kann mittels Virtualisierungslösungen entsprechend der jeweils aktuellen Anforderungen zugewiesen werden. Administratoren profitieren dabei von Tools, die speziell auf die Blades zugeschnitten sind. Gleiches gilt für die Verwaltung der Server. Hier kommen Management-Lösungen zum Einsatz, die eine zentrale, automatisierte und einheitliche Administration der gesamten Blade-Infrastruktur ermöglichen.

Abbildung HP Onboard Administrator

Der Umstieg auf eine Blade-basierte Infrastruktur ist für viele Unternehmen eine echte Alternative. Insbesondere dann, wenn ohnehin eine vollständige oder teilweise Konsolidierung der Infrastruktur ansteht. Auch wenn sich bei heterogenen Infrastrukturen bestehende Ressourcen nicht effizient nutzen lassen, sind Blades häufig die bessere Alternative. Generell liegt der so genannten "break even" schon bei fünf Servern in Infrastrukturen ohne externe Speicherlösungen. In Kombination zum Beispiel mit einem Network Attached Storage (NAS) oder einem Storage Area Network (SAN) ist diese Zahl sogar noch niedriger. Auch Unternehmen, die künftig mit steigenden Anforderungen an ihre IT rechnen, sollten den Einsatz von Blades in Erwägung ziehen.

Vorteile von Blade-Servern im Überblick:

  • hohe Serverdichte, geringer Platzbedarf
  • effizienter Betrieb durch gemeinsam genutzte Komponenten (Stromversorgung,  Netzwerk, Speicher)
  • hohe Verfügbarkeit durch redundante Systemkomponenten
  • schnelle Erweiterungen möglich - auch im laufenden Betrieb
  • niedrigerer Energieverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Servern - geringere Anforderungen an die Klimatisierung
  • einfache und einheitliche Administration

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Dirk Vogeler
Dirk Vogeler
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